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Erstarkte Unabhängigkeitsbewegung
In der vergangenen Woche sind die libanesischen Oppositionskräfte näher zusammengerückt. Sie arbeiten vorerst gemeinsam in Richtung Unabhängigkeit.
Unabhängigkeit heisst im Libanon vor allem, dass die Syrische Armee das Land verlassen muss. Geeint wie nie zuvor arbeiten die Schiiten, Christen, Drusen und die Hisbollah im Süden des Landes auf dieses Ziel hin.
Geschickt nutzen die Anführer aller Gruppen die Wut der Bevölkerung auf die Mörder Hariris für ihre Zwecke: Den Syriern wird unmissverständlich die Schuld angehängt, während immer noch keine klaren Ermittlungsergebnisse bekannt sind.
So rufen sie alle mit ihren Anhängern im Chor die Syrier zum Verlassen des Landes auf. Wie von selbst ist so eine geschlossene Unabhängigkeitsbewegung entstanden. Wie lange sie halten wird, ist nicht nur von Innenpolitischen Entwicklungen abhängig. Mit Israel im Süden und Syrien im Osten sind die Einflüsse der Geschehnisse in den Nachbarländern gross und unvorhersehbar.
So lange sich die Libanesische Opposition auf einen gemeinsamen Feind (Syrien) einigen kann, könnte der Zusammenschluss halten. Was passiert, falls sich die Syrier tatsächlich ganz aus dem Land zurückziehen, ist nicht absehbar.
rue
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