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Beirut
Liebesbezeugungen
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24.05.2005 from Mousbah Diab Knapp eine Woche nach der grausamen Explosion bin ich nach Beirut geflogen...Ich hab gegen Syrien, gegen Lahud und gegen jeden, der uns (Libanesen) für dumm hält, demonstriert. Gegen Syrien, weil die Syrer uns versklavt und 30 Jahre unser Land erobert haben. Ich bin Moslem und ich war bis zum 13. Lebensjahr in Libanon. Bin jetzt 27 und werde jedes mal wütend, wenn ich daran denke, wie die Syrer uns behandelt haben... Jeder, der sich bei den Syrern für irgendetwas, was sie angeblich für Lebanon getan haben, bedankt hat, ist ein Heuchler und Schleimer...Alle Libanesen sind gegen sie und sie werden es bleiben bis die Syrer sich für die Grausamkeit, die sie uns angetan haben, entschuldigen und zwar in aller Form. Vergebung und Versöhnung beginnen erst nach Geständnissen. Solange die Syrer alles leugnen, werden sie in Libanon unerwünscht bleiben.Darüber könnte man echt viel schreiben..Aber eins weiß ich! ICH BIN STOLZ DRAUF DABEI GEWESEN ZU SEIN!!! Ich hab für Libanon demonstriert. Ich hab für Hariri demonstriert. Hariri, der Libanon in seinen Augen und Herzen getragen hat, der Beirut zu einer Weltstadt gemacht hat, der seine Heimat mehr als alles andere geliebt und geschützt hat. Ich bin stolz darauf, dass ich zu den jenigen gehöre, die sich gewehrt haben und zwar in der ziviliste Art und Weise. Die Menschen, die auf die Strasse gegangen sind, wollen nur, dass sie in Ehre und Stolz leben. Sie verkörpern die Lebensfreude und schreien nach Freiheit. Wer in Libanon war, weiß wovon ich rede. Wenn man Vorort ist, dann spürt man wie das Leben sich entwickelt und dass bei der jüngeren Generation Konfession keine Rolle mehr spielt. Ob Du Moslem oder Christ bist, das spielt keine Rolle. Natürlich gibt noch Ausnahmen, davon habe ich aber nichts gemerkt. Es wird langsam Zeit, dass die Menschlichkeit die entscheidende Rolle spielt und nicht die Religion. Wenn diese Generation soweiter macht, dann sind wir auf dem besten Weg dahin ein Beispiel für alle Länder der Region und der Welt zu sein. Eins ist auf jeden Fall klar: Freitheit ist ein angeborenes Recht und das lassen wir uns nicht nehmen....
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